Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Eine neophytische Art, die in Westeuropa erstmalig 1955, in den Niederlanden 1987 im Freiland gefunden wurde. Sie ist der parözischen Lophocolea heterophylla ähnlich, ist aber diözisch. Ausführliche Beschreibungen bei Stieperaere (1994) und Paton (1999). In hell- bis gelbgrünen, locker aufliegenden Decken. Kalkmeidende Art, in Wäldern auf Laub- und Nadelstreu, Totholz, am Fuß von Bäumen, daneben auch auf offenen Sandböden, etwa in Dünentälern. Begleiter sind: Brachythecium rutabulum, Campylopus introflexus, C. pyriformis, Dicranella heteromalla, Hypnum jutlandicum, Lophocolea bidentata, L. heterophylla, Pohlia nutans, Plagiothecium-Arten, Pleurozium schreberi. Ausführliche ökologische Angaben bei Stieperaere (1994).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Nachdem die Art seit mehr als 10 Jahren in den Niederlanden bis dicht jenseits der Grenze bekannt war, war sie auch in unserem Gebiet zu erwarten. Der erste Nachweis erfolgte hier am 14.09.2002 durch M. Koperski: NE: 2214/1 Minsener Oog, auf humosem Sandboden nordwestlich des Radarturmes, in einem Rasen von Campylopus introflexus, Koperski (2001). NW: 4603/2 NSG Buschberge, Frahm in Koperski (2001); 5202/1 SW Hasselholz, 2002, W. Bomble (in litt.).
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Die Art wurde bisher nur in kleinen Beständen gefunden. Die Einwanderung erfolgt offenbar viel langsamer als bei den beiden Neophyten Campylopus introflexus und Orthodontium lineare. Vor einer naturschutzfachlichen Bewertung sollte erst die weitere Entwicklung der Art im Gebiet abgewartet werden.