Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Große, auffällig rotbraune Art in intakten, neutralen Niedermooren. In Skandinavien mit Campylium stellatum, Scorpidium scorpioides, Calliergon trifarium, Sphagnum warnstorfii, Cinclidium stygium und Tomentypnum nitens. Genauere ökologisch-soziologische Angaben aus unserem Gebiet fehlen.
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Boreale Art, die im norddeutschen Flachland die Südgrenze ihres Areals erreicht: SH: 1828/2 Behler Bruch, mit Cinclidium stygium und Calliergon trifarium und 1928/1 Pehmer Moor, mit Cinclidium stygium, vergl. N. Jensen (1952), seitdem verschollen. MV: 2445 Neubrandenburg, K. Müller (1951–1958), Angabe nicht genau lokalisierbar; 2132/2 Grevesmühlen, Rand des Hochmoores zum Birkenbruchwald im Moorer Bruch, Klemm (1983!). NE: 3016/1 Poggenpohlsmoor, Eckstein & Homm (1992), an dieser Stelle zuerst von Grosse-Brauckmann und Dierssen gefunden. BB: 3545/2 Hundekehlefenn, 1890 von Loeske entdeckt, Warnstorf (1903); Schaepe (1986); Klawitter et al. (2002). NW: F. Koppe (1977), wohl ausgestorben: Schmidt & Heinrichs (1999).
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Über ehemalige Bestandsgrößen sind genauere Einzelheiten nicht bekannt. Neutrale Niedermoore, an die die Art streng gebunden ist, sind in Norddeutschland längst nahezu restlos vernichtet, so dass mit Neufunden nicht mehr zu rechnen ist. Gegenwärtig nur noch an einer Stelle bekannt, das Vorkommen bei Grevesmühlen dürfte inzwischen ebenfalls vernichtet sein, an allen anderen Fundstellen seit Jahrzehnten verschollen: RL 1.