Beschreibung der Art
Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007)
Pottia conica wurde früher (z. B. Smith 1980) als Varietät der vorhergehenden Art betrachtet und wird seit Nyholm (1989) und Koperski et al. (2000) als eigene Art geführt, dem wir hier folgen, obwohl sie uns nicht immer klar abgegrenzt erscheint. Ausführliche Beschreibungen geben Nebel & Philippi (2000), Nyholm (1989), Sauer & Mues (1994) und Smith (1980). Die wärmeliebende Art wächst auf ...Pottia conica wurde früher (z. B. Smith 1980) als Varietät der vorhergehenden Art betrachtet und wird seit Nyholm (1989) und Koperski et al. (2000) als eigene Art geführt, dem wir hier folgen, obwohl sie uns nicht immer klar abgegrenzt erscheint. Ausführliche Beschreibungen geben Nebel & Philippi (2000), Nyholm (1989), Sauer & Mues (1994) und Smith (1980). Die wärmeliebende Art wächst auf offener, kalkreicher Erde sowie auf Löß an ähnlichen, aber meist trockeneren Stellen als P. davalliana, beide können auch gemischt wachsen, Smith (1980) schreibt: „usually with subsp. conica“. An extrem trockenen Stellen wird Pottia conica durch P. mutica ersetzt. Charakteristische Begleiter sind: Weissia longifolia, Phascum cuspidatum, Dicranella howei, Ephemerum recurvifolium, Barbula unguiculata, Pottia lanceolata. Ausführliche Angaben zur Ökologie: Nebel & Philippi (2000); soziologische Aufnahmen: Ahrens (2002).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007)
Selten und nur im Westen des Gebietes. Da die Art erst in neuester Zeit genauer beachtet wurde, ist sie vielleicht manchmal übersehen oder nicht erkannt worden, sie ist aber jedenfalls viel seltener als Pottia davalliana. SH: 1813/1 Insel Helgoland, Mittelland, Westhang, salzwasserbeeinflusster Tonboden, 06.10.1998, J.-P. Frahm. Der Fund wurde bei Frahm (2000a) als Pottia wilsonii veröffentlicht, ...Selten und nur im Westen des Gebietes. Da die Art erst in neuester Zeit genauer beachtet wurde, ist sie vielleicht manchmal übersehen oder nicht erkannt worden, sie ist aber jedenfalls viel seltener als Pottia davalliana. SH: 1813/1 Insel Helgoland, Mittelland, Westhang, salzwasserbeeinflusster Tonboden, 06.10.1998, J.-P. Frahm. Der Fund wurde bei Frahm (2000a) als Pottia wilsonii veröffentlicht, der von LM und M. Ahrens revidierte Beleg gehört aber eindeutig hierher, vergl. Koperski et al. (2000: 11); 1632/2 Ostseeküste NO Großenbrode, mit Pottia intermedia, Phascum cuspidatum und Bryum violaceum, 15.10.1999, WS. NE: 2321/1 Am Osteufer N Schleusenfeld, Abbruchkante an der Oste, Mischbestand mit P. davalliana, 30.04.1999, WS. NW: Düll (1995; 2000); C. Schmidt (1996); Schmidt & Heinrichs (1999); 4605/11 NSG Orbroicher Bruch, periodisch feuchte Wiese, kalkreiche Lehmerde, 21.04.2003, U. W. Abts (!). NB: Im Weserbergland offenbar zerstreut: C. Schmidt (1996); Jurkutat (2002); 3829/1 N Wolfenbüttel, 12.10.2000, WS; 3925/3 Brachacker N Langenholzen, 13.10.1995, LM; unveröffentlichte Funde: M. Preussing. HE: 4522/1 Hofgeismar, Brachacker, mit P. intermedia, 10.04.1902, Grebe, als P. starckeana, im Herb. Kassel (!), vergl. Grimme (1936). TH: 4935/2 M. Preussing (in litt.). RP: Düll (1995); Werner (1998); H. Lauer (2005); 6913/2 Muschelkalk zwischen Weißenburg und Bergzabern, 08.04.1866, F. Schultz, als P. starckeana, im Herbar M (!). BW: Ausführliche Darstellungen: Nebel & Philippi (2000) und Ahrens (2002). Weitere Funde von M. Reimann (in litt.) und 8216/4 Wegrand NO Eberfingen, 07.09.1998, LM. BY: 7038/2 Stoppelfeld bei Unterisling, Oktober 1900, leg. Familler in M als P. starckeana, Mischrasen mit echter P. starckeana (!!)
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007)
Die Bestände sind immer klein bis sehr klein. Auch wenn noch mit weiteren Fundstellen zu rechnen ist, ist die Art jedenfalls deutlich seltener als Pottia davalliana. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand erscheint eine Einstufung als gefährdet, RL 3, angemessen.