Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Kräftige Art, im Gelände Brachythecium glareosum ähnlich, aber davon durch die zahlreichen Paraphyllien des Stängels leicht zu unterscheiden. Kalkliebende Art an halbschattigen, humosen Standorten auf Felsen, Blöcken, auf Humus zwischen anderen Moosen, an Wald- und Wegrändern und in Weidegelände an offenen Stellen. Begleiter: Ctenidium molluscum, Homalothecium lutescens, Cirriphyllum piliferum, Pseudoleskea incurvata, Tortella tortuosa, Tortula norvegica. Soziologische Aufnahmen bei Höper (1996).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) In den Alpen verbreitet, sonst sehr selten in einigen Mittelgebirgen: (ST): Alte Angaben aus dem Harz sind höchst zweifelhaft: Loeske (1903). HE und BY: Hohe Rhön: An den alten Fundstellen: Geheeb (1871; 1872); Grimme (1936), konnte die Art trotz gezielter Suchaktionen von K. Offner bislang nicht wieder bestätigt werden. Rezent 5525/2 Eube, Muschelkalk, U. Drehwald (in litt.), hier am 20.09.2004 in der Nähe von Pleurospermum austriacum von C. Schmidt bestätigt (!!). TH: Meinunger (1992), in neuerer Zeit nicht wieder bestätigt. BW: Nur sehr selten auf der Schwäbischen Alb: Nebel & Philippi (2001). BY: Tschechien (Nordbayern): 6642/2 Dicht jenseits der Grenze am Cerchow bei Waldmünchen, Familler (1911). Alpen: Überall verbreitet.
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) In den Alpen oft in großen Beständen und ungefährdet. Sonst sind nur noch kleine Bestände vorhanden, die Art ist hier überall rückläufig und vom Aussterben bedroht: RL 1.