Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Niedrige, in lockeren Rasen wachsende Pflanzen mit zahlreichen Brutblättchen am Sprossscheitel und in den Achseln der Schopfblätter. Die Abgrenzung gegen kleine Formen von Tortula laevipila mit Brutblättchen ist noch nicht völlig geklärt. Nach Heinrichs (1996) unterscheidet sich T. pagorum durch die konstant knospenförmige Erscheinung, kürzere, zungenförmige bis geigenförmige, nicht oder nur vereinzelt sehr schwach zurückgekrümmte Blätter und mehr spindelförmige, ungerippte oder durch vorspringende Zellreihen schwach gerippte Brutblättchen mit stärker mamillös aufgewölbten Zellen und einer Länge bis zu 0,4 mm. Die Art gilt als diözisch, in Europa wurden nur sterile und weibliche Pflanzen gefunden. Demgegenüber ist T. laevipila autözisch. Eine sichere Feststellung der Geschlechtsverteilung ist bei den vorliegenden kleinen Proben von T. pagorum meist nicht möglich. Meist epiphytisch an Laubbäumen, besonders an sonnigen Stellen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf Obst- und Alleebäumen in Siedlungsnähe. Daneben kommt die Art auch auf Mauern vor. Charakteristische Begleiter sind: Tortula papillosa, T. virescens, Orthotrichum diaphanum. Angaben zu Soziologie und Ökologie finden sich bei Ahrens (1992) und Nebel & Philippi (2000).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Wärmeliebende Art: NB: 4123/2 Hooptal W Stadtoldendorf, Betonziegel eines Schuppens, 27.02.2004,M. Preussing (!) NW: Düll (1980); Frahm (2001); Solga & Buchbender (2003); 5405/3 Kalkeifel, Urftal, alte Esche, 400 m, 26.02.2002, R. Düll (!). RP: Caspari et al. (2000); Werner (2000); Düll (2000); H. Lauer (2005); A. Solga (in litt.); A. Oesau (in litt.); S. Caspari (2004). BW: Hauptsächlich im Rheintal, sonst sehr selten, zusammenfassende Darstellung Nebel & Philippi (2000).
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Die Bestände sind meist klein, nur selten wird über größere Vorkommen berichtet. Die Art wurde erst in jüngster Zeit stärker beachtet, manche Autoren (z. B. Werner 2000) gehen, ähnlich wie bei Cryphaea heteromalla, von einer Neuausbreitung aus. Sichere Aussagen zur Gefährdungssituation sind derzeit nicht möglich. Wegen der Seltenheit der Art sollten zumindest epiphytische Vorkommen geschont werden: RL 3.