Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Charaktermoos oligotrophsaurer Moore, wo die Art in dichten, gelbgrünen Rasen meist trockenere Stellen besiedelt, selten gelegentlich in Moorwäldern und feuchten Heidegebieten außerhalb von Torfmooren. Soziologische Aufnahmen: Mohr (2002), Jeschke & Paulson (2002), U. Jensen (1987), Kl. Müller (1965), F. Müller (2004). Hinweise auf weitere Arbeiten in Nebel & Philippi (2000).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Hauptverbreitung in den Mooren am Alpenrand und im Hochschwarzwald. In den Mittelgebirgen in den Mooren der Kammlagen. In den Mooren Norddeutschlands auch früher nur zerstreut, heute sehr selten. SH. Zusammenstellung älterer Angaben: N. Jensen (1952), zusätzliche Fundstellen: Frahm & Walsemann (1973). Aus neuester Zeit liegen keine Nachweise vor: Schulz et al. (2002). MV: In der älteren Literatur mehrfach genannt. Neuere Nachweise: Doll (1982); 1840/4 Berg (in litt.). NE: Auch früher schon selten: F. Koppe (1964). Neuere Angaben: Eckstein & Homm (1992); TK 2318/2 und 2319/1 NSG Ahlenmoor, Koperski (in litt.). BB: Nur alte Angaben: Warnstorf (1903; 1906); Reimers (1941). Neuere Nachweise fehlen: Schaepe (1986); Klawitter et al. (2002). NW, RP: Nur alte Angaben: F. Koppe (1977); Düll (1980; 1995). NB, ST: Solling: 4223/1 NSG „Torfmoor“, Waesch (!); Oberharz bis heute mehrfach in Mooren: U. Jensen (1987); Drehwald (in litt.) (!!). HE: Alte Angaben Grimme (1936); Roell (1926). Heute nur noch 5525/2 Rotes Moor, S. Reimann et al. (1985). Bemerkenswert sind zwei alte Fundstellen in der Hohen Rhön außerhalb der Moore: 5326/3 Tann, feuchte Bergwiesen beim Friedrichshof gegen den Engelsberg, 01.06.1881, Geheeb (Tagebuch); 5525/2 Wasserkuppe: über dem Pferdskopf auf trockenen Bergwiesen, Basalt, 875 m, 23.08.1921, leg. E. Krüger als Dicranum muehlenbeckii in JE, det. LM (!). TH: Sehr selten im zentralen Thüringer Wald und im Schiefergebirge, bis heute: Meinunger (1992); Jeschke & Paulson (2002). SN: Nur auf Hochmooren im Westerzgebirge: Riehmer (1925), heute sehr selten: F. Müller (2000; 2004). BW: Im Alpenvorland und im Südschwarzwald ziemlich verbreitet, sonst selten. Ausführliche Darstellung der Bestandssituation: Nebel & Philippi (2000). BY: In Nordbayern sehr selten, Zusammenstellung bei Familler (1911; 1913); F. & K. Koppe (1931). Jetzt nur noch in einigen Mooren in hohen Mittelgebirgslagen: 5426/3 Rhön, Schwarzes Moor, Meinunger (1992); 5526/121 (!!); 5937/3 Fichtelseemoor (!!); 6946/3 Bayerischer Wald, Mohr (2002). Südbayern: In den Moorgebieten am Alpenrand bis heute verbreitet, u. a. U. Beyerlein, W. Braun, R. Lübenau, R. Lotto (!!), die Art hat hier ihren Verbreitungsschwerpunkt im Gebiet.
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Nur am Alpenrand und im Schwarzwald kommt die Art noch an zahlreichen Stellen vor und kann hier als wenig gefährdet gelten. Sonst ist sie stark gefährdet oder ausgestorben: RL 1.